Der heilige Thomas und Christus,
von Andrea del Verrocchio (1435-1488),
Geschaffen zwischen 1467-1483,
Bronze gegossen
© Orsanmichele-Kirche, Florenz

Der heilige Thomas und Christus,
von Andrea del Verrocchio (1435-1488),
Geschaffen zwischen 1467-1483,
Bronze gegossen
© Orsanmichele-Kirche, Florenz

Evangelium vom 3. Juli 2020

'Mein Herr und mein Gott!'

Johannes 20:24-29

Thomas, genannt der Zwilling, einer der Zwölf, war nicht bei ihnen, als Jesus kam. Als die Jünger sagten: "Wir haben den Herrn gesehen", antwortete er: "Wenn ich nicht die Löcher sehe, die die Nägel in seine Hände gebohrt haben, und meinen Finger in die Löcher stecken kann, die sie gebohrt haben, und wenn ich meine Hand nicht in seine Seite stecken kann, weigere ich mich zu glauben. Acht Tage später waren die Jünger wieder in dem Haus, und Thomas war bei ihnen. Die Türen waren geschlossen, aber Jesus kam herein und stellte sich mitten unter sie. Friede sei mit euch", sagte er. Dann sprach er zu Thomas: "Leg deinen Finger hierher; schau, hier sind meine Hände. Gib mir deine Hand, lege sie in meine Seite. Zweifle nicht länger, sondern glaube.' Thomas antwortete, 'Mein Herr und mein Gott!' Jesus sagte zu ihm:

Ihr glaubt, weil ihr mich sehen könnt. Glücklich sind die, die nicht gesehen haben und doch glauben.

Überlegungen zur Installation der Skulptur

Heute ist das Fest des heiligen Thomas des Apostels. Er zweifelte an der Auferstehung Jesu und musste die Wunden Jesu fühlen, um überzeugt zu werden, wie wir im heutigen Text lesen. Er spricht einige der wichtigsten Worte des gesamten Neuen Testaments aus: 'Mein Herr und mein Gott!' Mit diesen Worten bestätigt er, dass Christus ganz Mensch (mein Herr) und ganz Gott (mein Gott) ist.

Thomas zweifelte wahrscheinlich, ja, aber aus großer Traurigkeit und Trauer um seinen Freund Jesus. Er hatte seine Hoffnung in die Tatsache gesetzt, dass Jesus der Messias war, und war ihm über drei Jahre lang gefolgt. Jetzt dachte er, Jesus sei tot. Der Verlust seines Freundes stellte seinen Glauben auf die Probe. So wie es auch in unserem eigenen Leben der Fall sein kann.

Unsere Skulptur aus dem späten 15. Jahrhundert von Andrea del Verrocchio zeigt die schöne Interaktion zwischen Christus und dem Heiligen Thomas. Beim Betrachten der Skulptur können wir fast ihren Dialog hören. Die unsterbliche, königliche und göttliche Pose Christi steht im Gegensatz zu dem aufgeregten, nervösen und sterblichen Zustand des Heiligen Thomas. Da diese Skulptur ursprünglich für eine der vierzehn Nischen an den Außenwänden der Orsanmichele-Kirche in Florenz bestimmt war, wurden die Figuren ohne modellierten Rücken (nicht rund) gegossen, da sie nur von vorne betrachtet werden sollten.

Heiliger Thomas, bete für uns.

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