Pietà mit dem Heiligen Nikodemus und Maria Magdalena,
Bildhauerei von Ippolito Scalza (1532-1617),
Gebildet im Jahr 1579,
Weißer Marmor
© Christian Art

Pietà mit dem Heiligen Nikodemus und Maria Magdalena,
Bildhauerei von Ippolito Scalza (1532-1617),
Gebildet im Jahr 1579,
Weißer Marmor
© Christian Art

Evangelium vom 27. April 2022

Gott hat seinen Sohn in die Welt gesandt, damit die Welt durch ihn gerettet wird.

Johannes 3:16-21

In jener Zeit sprach Jesus zu Nikodemus:

Gott hat die Welt so sehr geliebt, dass er seinen einzigen Sohn gab,

damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht

sondern das ewige Leben haben können.

Für Gott sandte seinen Sohn in die Welt

nicht um die Welt zu verurteilen,

sondern damit durch ihn die Welt gerettet werde.

Niemand, der an ihn glaubt, wird verdammt werden;

Wer sich aber weigert zu glauben, ist bereits verdammt,

denn er hat sich geweigert, an den Namen von Gottes einzigem Sohn zu glauben.

Denn mit dem Gericht verhält es sich so:

Das Licht kam in die Welt,

die Menschen haben gezeigt, dass sie die Dunkelheit dem Licht vorziehen

weil ihre Taten böse waren.

Und in der Tat, jeder, der Unrecht tut

hasst das Licht und meidet es,

aus Angst, seine Handlungen könnten aufgedeckt werden;

aber der Mensch, der nach der Wahrheit lebt, kommt ins Licht,

damit deutlich wird, dass das, was er tut, in Gott getan wird".

Betrachtung der Skulptur

Vor kurzem habe ich diese Skulptur im Dom von Orvieto wiedergesehen. Sie wurde 1579 von dem einheimischen Künstler Ippolito Scalza geschaffen und stellt die Muttergottes dar, die den Leichnam ihres Sohnes in ihrem Schoß hält, mit dem heiligen Nikodemus zu ihrer Rechten und der trauernden Maria Magdalena zu ihrer Linken. Es handelt sich um eine Skulptur von großer Schönheit. Die Adern an den Armen Christi, die blutende Wunde, die durch die Lanze verursacht wurde, der sanfte Gesichtsausdruck der Gottesmutter, die Trauer der Maria Magdalena - all das macht diese Skulptur zu etwas ganz Besonderem. Im Hintergrund steht Nikodemus, der die Leiter in der linken und die Kreuzigungsnägel in der rechten Hand hält, zusammen mit einer Zange. Er hat Maria gerade geholfen, den Leichnam ihres Sohnes vom Kreuz abzunehmen.

Nikodemus wird nur im Johannesevangelium erwähnt, nicht in den anderen drei Evangelien. Er muss ein vermögender Mann gewesen sein, denn er brachte eine Mischung aus Myrrhe und Aloe in großen Mengen mit, um Jesus einzubalsamieren. Papst Benedikt XVI. in seinem Buch Jesus von Nazareth, Karwoche bemerkt: "Die Menge des Balsams, den Nikodemus mitbrachte, ist außergewöhnlich und übersteigt alle normalen Proportionen. Dies ist ein königliches Begräbnis".

Aber in der heutigen Lesung hören wir Jesus die schönsten Worte zu Nikodemus sprechen. Jesus malt ein Bild von Gott, das einfach so liebevoll und majestätisch väterlich ist. Er erzählt von Gottes Liebe zur Welt, von Gottes großzügiger Art, seine Liebe auszudrücken, indem er der Welt seinen einzigen Sohn schenkt, und von dem Wunsch des Vaters, dass alle Menschen ewiges Leben erfahren, indem sie Gottes Sohn im Glauben annehmen.

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John Richardson
Mitglied
John Richardson
vor 1 Jahr

Ihre Menschlichkeit ist für mich der größte Trost

Chazbo M
Mitglied
Chazbo M
vor 2 Jahren

Was für eine schöne Pieta. Die Pieta von Michelangelo ist so berühmt und wunderbar, dass sie dazu neigt, alle anderen zu überschatten.

Helena
Mitglied
Helena
vor 2 Jahren
Antwort an  Chazbo M

Es ist sehr schön, und das Bild ist auch toll! Mir gefällt das von Michelangelo immer noch besser. Dieses ist reich an Erzählungen, voller Bewegung und Klang, aber ich finde die Muttergottes ein bisschen zu menschlich, ihr Ausdruck und ihre Geste sind verzweifelt, vielleicht sogar wütend... Michelangelos Bild dagegen hat trotz der spürbaren Traurigkeit Stille, Ruhe, Akzeptanz. Ich finde es hypnotisierend beruhigend.

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