Christus in der Wüste,
Gemalt von Iwan Kramskoi (1837-1887),
Öl auf Leinwand,
Gemalt im Jahr 1872
© Tretjakow-Galerie, Moskau

Christus in der Wüste,
Gemalt von Iwan Kramskoi (1837-1887),
Öl auf Leinwand,
Gemalt im Jahr 1872
© Tretjakow-Galerie, Moskau

Evangelium vom 15. Januar 2020

Lange vor dem Morgengrauen stand er auf, um zu beten

Markus 1:29-39

In jener Zeit  ging Jesus zusammen mit Jakobus und Johannes in das Haus des Simon und Andreas.
Die Schwiegermutter des Simon lag mit Fieber im Bett.
Sie sprachen sogleich mit Jesus über sie
und er ging zu ihr, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. Da wich das Fieber von ihr und sie diente ihnen.

An jenem Abend, nach Sonnenuntergang, brachten sie alle Kranken und von Teufeln Besessenen zu ihm. Die ganze Stadt drängte sich um die Tür, und er heilte viele, die an irgendeiner Krankheit litten; er trieb auch viele Teufel aus, aber er ließ sie nicht sprechen, weil sie wussten, wer er war.

Am Morgen, lange vor Sonnenaufgang, stand er auf, verließ das Haus und ging an einen einsamen Ort, um dort zu beten.. Simon und seine Gefährten machten sich auf den Weg, um ihn zu suchen, und als sie ihn fanden, sagten sie: "Alle suchen nach dir. Er antwortete: Lasst uns anderswohin gehen, in die benachbarten Landstädte, damit ich auch dort predigen kann; denn dazu bin ich gekommen. Und er zog durch ganz Galiläa, predigte in ihren Synagogen und trieb die Teufel aus.

Betrachtung des Gemäldes

Die heutige Evangeliumslesung erzählt uns viel über die Art und Weise, wie Jesus seinen Dienst tat. Die Jünger sagen zu Jesus: ''Alle suchen nach dir'. Was tut Jesus, wenn draußen eine lange Schlange von Menschen auf Heilung wartet? Er will weitermachen an einen anderen Ort. Er predigt, heilt und zieht weiter. Er predigt, heilt und zieht weiter, immer und immer wieder... Jesus demonstriert damit, dass wir nicht alles tun können, wenn wir helfen, sein Wort zu verbreiten. Wir können nicht jeden erreichen. Und selbst wenn wir alle erreichen würden, würde nicht jeder zuhören. Also müssen wir in Bewegung bleiben und dorthin gehen, wohin der Geist uns sendet, auch wenn das bedeutet, dass es an dem Ort, den man verlassen hat, immer noch Menschen in Not gibt...

Der andere Satz, der hervorsticht, istAm Morgen, lange vor Sonnenaufgang, stand er auf, verließ das Haus und ging an einen einsamen Ort, um dort zu beten.'. Jesus wollte sehr früh aufbrechen, um den Menschenmassen zu entgehen und Zeit zum Beten zu haben. In den Evangelien hören wir immer wieder, dass Jesus wegging, um allein Zeit mit seinem Vater im Gebet zu verbringen. Jesus pflegte seine eigene geistliche Verbindung mit seinem himmlischen Vater und kümmerte sich sorgfältig um sein eigenes Gebetsleben. Wenn Jesus die Zeit finden konnte, sich um sein geistliches Leben zu kümmern, wie viel mehr können wir die Zeit finden...

Unser Gemälde zeigt Jesus beim Beten, nachdem er die Dörfer verlassen hat. Iwan Kramskoj malte es 1872 und verwendete vor allem kalte Farben, um die frühmorgendliche kühle Morgendämmerung im Hintergrund widerzuspiegeln. Die nachdenkliche Christusfigur trägt einen dunklen Mantel und darunter eine rote Tunika, die symbolisch für seine bevorstehende Passion steht. Das Gemälde betont die menschliche Natur Jesu und zeigt seinen Geist in Aktion, zwischen den körperlichen Anforderungen seines Dienstes. Dies ist kein heroischer, siegreicher Christus. Er wird als bescheidener, einfacher, menschlicher Christus mit einem müden Gesichtsausdruck dargestellt... und doch offenbart sein Kopf vor dem weichen Himmel und über der felsigen Erde bereits seine wahre Majestät und Kraft...

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