Jesus wird gekreuzigt,
Gemalt von Lu Hongnian (1914-1989),
Veröffentlicht um 1930,
Siebdruck auf Papier
© Sotheby's Hong Kong, 6. April 2010, Los 716, verkauft für 187.500 HKD

Jesus wird gekreuzigt,
Gemalt von Lu Hongnian (1914-1989),
Veröffentlicht um 1930,
Siebdruck auf Papier
© Sotheby's Hong Kong, 6. April 2010, Los 716, verkauft für 187.500 HKD

Evangelium vom 23. Februar 2021

Unser Vater im Himmel

Matthäus 6:7-15

Jesus sagte zu seinen Jüngern: Wenn ihr betet, sollt ihr nicht schwatzen wie die Heiden; denn sie meinen, dass sie sich mit vielen Worten Gehör verschaffen können. Seid nicht wie sie; euer Vater weiß, was ihr braucht, bevor ihr ihn bittet. So sollt ihr beten:

'Unser Vater im Himmel,

dein Name werde geheiligt,

dein Reich komme,

dein Wille geschehe

wie im Himmel, so auf der Erde.

Gib uns heute das Brot, das wir brauchen.

Und erlass uns unsere Schulden, wie auch wir sie unseren Schuldnern erlassen haben.

Und führe uns nicht in Versuchung,

sondern rette uns vor dem Bösen.`

Ja, wenn ihr anderen ihre Verfehlungen vergebt, wird euch euer himmlischer Vater auch die euren vergeben; wenn ihr aber anderen nicht vergebt, wird euch euer Vater auch eure Verfehlungen nicht vergeben".

Überlegungen zum chinesischen christlichen Kunstwerk

In der heutigen Evangeliumslesung lehrt uns Jesus, wie wir beten sollen. Die ersten beiden Worte lautenUnser Vater'. Indem wir Gott als unseren Vater bezeichnen und erkennen, bauen wir eine Beziehung zu ihm als Person auf. Er ist ein Mensch, der uns liebt. Er möchte mit uns sprechen, er möchte von uns hören, er möchte Dinge mit uns teilen... Das ist es, was Jesus uns heute lehrt, in Abhängigkeit vor Gott zu beten.

In der heutigen Lesung spüren wir, dass das Gebet Jesu zu seinem Vater und das Vaterunser aus seinem Herzen kommen. Das Gebet trägt Intimität in sich. Das Gebet trägt Vertrauen und Liebe von Jesus zu Gott und auch von uns zu Gott, jedes Mal wenn wir das Vaterunser beten. Da das Gebet mit "unser" beginnt, verbindet es uns alle als Menschen miteinander. Papst Benedikt XVI. sagte in einem Kommentar zum Vaterunser: "Der Christ sagt nicht "Mein Vater", sondern "Vater unser", selbst in der Verborgenheit eines geschlossenen Raumes, weil er weiß, dass er an jedem Ort und bei jeder Gelegenheit ein Glied ein und desselben Leibes ist."

Dieses Gebet wurde von der frühen Kirche bis heute überall auf der Welt gesprochen, rezitiert und gesungen. In der Kunst haben die verschiedenen Kulturen Jesus oft so dargestellt, als sei er aus ihrer ethnischen Gruppe, um ihn mehr mit ihrem eigenen kulturellen Hintergrund in Verbindung zu bringen. Genau wie das Vaterunser betont es, dass Jesus für alle Völker der Welt gekommen ist, die wahre Universalität unserer Kirche. Das heutige Aquarell stammt von dem chinesischen Künstler Lu Hongnian die Christus kurz vor seiner Kreuzigung darstellt.

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